…die Kombinations-Gabe!

5 Hunde:

  • Jaymee – 8 Jahre, etwas selektiv hörend, verträumt und öfter mal in Gebüschen hängenbleibend
  • Lou, 5 Jahre – immer ihrer Zeit weiiiit voraus – in Metern: ca 150 – und so macnhes mal auch selektiv hörend bei der Pflicht
  • Penny, 1,5 Jahre – Porsche mit eingebautem Atomkraftwerk – schnell und wendig und dadurch immer in der Warteschleife zur Landung unterwegs
  • Baby, 8 Monate /w – Flitzespringmaus – tut was die andern so tun – alles easy
  • Moss, 8 Monate/m – in erster Linie  sehr wichtiger VIP-Hund, immer weiiiiit vorausblickend , extrem voller Elan und seiner Ma Lou Paroli bietend , neigt zum schwungvollen Umrempeln kleinerer Genossinnen…

Wie geht man mit 5 Hunden spazieren, von denen 3 durchgeknallte Junghunde sind? Klar- getrennt in 2 Grüppchen 😀

Aber wie kombiniere ich die am besten? Mehrere Tests ergaben:

Kombination A
Jaymee/Lou/Penny – tolle Kombi! 2 Verlasshunde und ein Spinnerle- super!
Leider nicht möglich da sonst Baby/Moss zusammentreffen – leider nicht geil!

Kombi B:
Jaymee/Baby – Verlasshund und Knalltüte – ein entspannter Spaziergang.
Leider nicht möglich wegen : Lou/Penny(bis hierhin okay!)/Moss. leidenschaftlicher Penny-Umnieter.
Leider auch nicht geil.

Kombi C:
Lou/Baby und Jaymee/Penny/Moss – siehe B

Kombi D:
Lou/Moss und Jaymee/Penny/Baby
– während die zwei Vollgasyoungster nach vorne preschen, bleibt Jaymee  wiedermal im Gebüsch verloren, auch nicht der Hit.

Fazit:
So habe ich durch Versuch und Irrtum unsere optimale Kombination für die nächste Zeit gefunden.
Penny / Baby – sowieso beste Freundinnen und ihr Leben ist das Rennen, ganz ohne Bodychecks.
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Und  Jaymee/Lou/Moss – die Verlasshunde halten den wilden Kerl im Zaum und ignorieren seine Rempelversuche gekonnt weg und geben ihm den nötigen
Autoritätsrahmen 😀
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TSCHAKKA!

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Also sowas !!! Äh wie jetzt?

Kennt ihr das?
Man tut über Jahre ganz unbewusst Dinge, einfach weil sie sich bewährt haben und gut funktionieren ?

Und dann: PLOPP. Geht nicht.

Alle meine Hunde waren schon immer verfressen und nicht wählerisch.
Für Futter würde sogar Jaymee bis nach Timbuktu laufen und zurück – Hauptsache lecker.
Lou war der erste Hund der als Leckerchenersatz den Tennisball gleichsetzte. Tennisball = geil, Leckerchen = geil.
So bestärkte ich alle meine Hunde bisher mit Leckerchen fürs zurückkommen. Klappt einfach.

Bis Baby kam.
Seit Baby verstanden hat, dass Beute „nach Hause“ bringen total okay ist, kommt sie eigentlich immer schön zu mir mit dem Dummy.
Tausche Beute gegen Leckerchen – FEIN! Allerdings zeigte sich in letzte Zeit öfter , dass sie das Leckerchen (gezwungenermaßen und immer etwas zögerlich) nimmt,
dann aber sofort wieder das Dummy fixiert.
Dass Baby ihre Geschäfte nicht verrichten kann, wenn Beute im Spiel ist, hab ich inzwischen auch verstanden.
Also pullern gehen – NIE mit irgendwas in der Tasche was ihr gefallen könnte 😀

Gestern dann eine neue Aufgabe: Wir versuchen ein Standbild  – vorzugsweise frei stehend – bei Lou klappt das ja mit dem Tennisball auch super.
Tolle Idee….
Nach einigen Versuchen wissen wir, dass es Baby in Kombination mit Tennisball nur noch auf 3 Beinen gibt. Egal ob im Stehen oder sitzen.
Tennisball = sogeildassHundnurnochauf3Beinenstehenkann

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Tennisball=dreiBeingarantie
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Der Effekt ist beliebig reproduzierbar – jedes Bild : 3 Beine :DHeute dann der Clou: Nach dem Zurückkommen und Ball abgeben wagte ich es ihr ein Leckerchen im Tausch anzubieten.
Baby dreht den Kopf leicht angewidert weg, während sie aber aus dem äussersten Augenwinkel noch auf den Tennisball schielt.

Mein erster Hund der ein Leckerchen verschmäht wegen eines Tennisballs!
Ich werd wohl meine Methoden überdenken müüssen mit dieser Flitztüte 😀

 

Anleitung : Wie man Baby in den Kennel verfrachtet.

Nimm 3 Leckerchen aus der Dose, und rufe Baby an den Kennel. Bemerke, dass eine Decke fehlt und nach kurzem Umsehen siehst Du Moss gerade damit in die Küche verschwinden.

Du begibst dich in die Küche und tauscht ein Leckerchen gegen die Decke.
Du gehst mit der Decke und Moss im Schlepptau zum Kennel zurück.
Bevor Du die Decke in den Kennel legst, entfernst Du die Katze aus dem Kennel.

Du legst die Decke in den Kennel , nachdem Du auch Baby nochmals aus dem Kennel gelockt hast in Verwendung des 2. Leckerchens.
Nun schickst Du Baby in den Kennel, hältst sie an der Brust fest, bis du Moss wieder aus dem Kennel gelockt hast.

Dann schliesst Du die Tür und – durchatmen.

(V)erziehen?!

Lou ist eine unglaublich geduldige und liebe Mutti.

Mit einer schier unendliche Geduld spielt und zankt sie sich mit ihren beiden Knöpfen.
Nachdem ich nun länger im Welpenkino dabei sein durfte, muss ich feststellen dass auch Lou ganz unterschiedlich mit den beiden umgeht.

Das Mo(n)ss-ter

Moss liebt Beutespiel – am allerliebsten gewinnt er  natürlich.

Lou geht mit einem Zottelspielzeug zu Moss und hält es ihm ganz stoisch hin, während er sich sofort dranhängt als ginge es um ein Rinderfilet .
Dann beginnt Moss zu zerren –  was die 14 Kilo so hergeben. Zu blöd aber auch , dass Lou sich dann ganz stoisch hinlegt und  nichts-  aber auch gar nichts tut. Sie hält wie eine Kneifzange das Spielzeug fest und bewegt sich einfach nicht mehr. Das geht eine ganze Weile so, bis Moss sich so in Rage gezerrt hat, dass er anfängt in einer ziemlich hohen Tonlage zu knurren (klingt ein bisschen hysterisch, wie wenn sich ein Kleinkind an der Supermarktkasse hinschmeisst und schreit LOL).
Leider bewirkt das bei Lou so rein gar nichts. Sturm , Regen, Hagel – Lou hält. Danach wird Moss Knurren tiefer und bekommt einen verzweifelten Ton  – die muss doch irgendwie zu knacken sein? In den meisten Fällen lässt Lou ihn gewinnen irgendwann, aber meist erst sehr spät – er wirkt dann selber immer ganz verblüfft *g. Zeitweise fand ich es direkt schade, dass sie ihn dabei  nicht auflaufen lässt .

Gestern dann dasselbe Spiel. Lou hält und hält und hält. Und gerade als Moss anfängt sich hineinzusteigern, fängt Lou an die Lefzen zu kräuseln.
Moss bemerkt gaaaar nix – er ist ja soooo beschäftigt. Dann kommt ein Knurren dazu, bei dem ich dachte „oh-oh“. Moss zerrt weiter.
Und als der Moment kam an dem er sich offensichtlich des Sieges sicher war – zieht Lou das Spielzeug mit einem bösen Schnappen ein.
Moss sass dann etwas ratlos da und beschloss sich schnell ein neues Spiel zu suchen –  fiese Mama!

Das Baby

Baby spielt relativ viel mit Moss  – wenn sich ihnen die Chance bietet, und auch sie gewinnt gerne *g.
Allerdings spielt sie mit Lou so gut wie keine Beutespiele, meist ist es ein rein körperliches  Spiel ala  „Ich pack dich am Ohr – Du packst mich am Bein“ etc.Und  zudem läuft es stets sehr ruhig und harmonisch ab .
Sie scheint von sich aus zu wissen wann es genug ist und wann es Zeit ist die Bühne zu wechseln.

Lou scheint  tatsächlich Spaß an ihren Kindern zu haben und putzt sie nach wie vor intensiv bei jeder sich bietenden Gelegenheit, was Baby meist  eher geniesserisch hinnimmt, Moss seinem Gesichtausdruck nach eher lästig findet *g – aber er kommt ihr leider nicht aus, sie ist SEHR hartnäckig im Verfolgen ihrer Ziele :

„Schatzi Du hast da noch was an der Backe, warte mal kurz *aufsTaschentuchspuck* „

Die Futternapfkrise

oder, wie man einen Napfbaum pflanzt.

Unsere erwachsenen Hunde füttern wir einmal am Tag abends und bisher hatten wir für alle Keramiknäpfe.
Aus pragmatischen Grund. Sie bleiben hygienisch, passen in die Spülmaschine und halten ewig.

Ewig? –  eine klare Definitionssache .

Seitdem M&B mit zum erlauchten Kreis der Barfrestaurantgäste gehören , hat sich die Keramikschüsselanzahl von satten 6 oder 7 auf magere 2 verringert. Und Nein, ICH habe keine fallen lassen.

Einige Näpfe wurden nach dem Füttern so gründlich zungengereinigt, dass der Lack ab war und deutliche Zahnspuren zu sehen waren.
Einige Näpfe wurden solange über die Fliesen geschoben oder sich auf den Rand  gestellt, bis die Schüsseln mit dem Welpen im Gleichgewicht waren.

Ups.

Also bekamen unsere beiden Schüsselterminatoren Plastiknäpfe – wenn die kaputt gehen ist es nicht so wild.

Nach einer der nächsten Fütterungen war plötzlich nur noch ein Napf auffindbar – verflixt, wo ist der Napf?
Eine kleine Suche *hüstel* lies mich im Gartenauslauf fündig werden – was bedeutet dass Hund plus Plastiknapf offensichtlich noch durch die Hundeklappe passen müssen !

Moss hatte offensichtlich beschlossen, dass die Napfreinigung draussen besser ist.Einige Tage  beobachtete ich das , und beschloss dann neue schwere Edelstahlnäpfe zu kaufen. Damit würde das Napf-in-den-Garten schleppen dann endlich sein Ende finden.

Ergebnis:

Notiz an mich: Edelstahl ist nicht schwer.

Don’t leave your tent unattended at any time.

Wer sein Quechua Zelt (das sind diese  fast von selbst auf“ploppenden“ Wurfzelte ) zum Trocknen im Garten aufstellt, sollte vorher sicherstellen , dass Baby und Moss nicht in der Nähe sind.
Heute Nachmittag musste ich unser Zelt zum Trocken aufstellen, als irgendwann Baby und Moss länger unauffindbar waren , machte ich mich auf die Suche. Noch bevor ich sie orten konnte , fiel mir das umgekippte und eingefaltete Zelt auf. Plötzlich begann das Zelt zu rascheln und raus turnten in totaler Spielextase – das Double-Feature .

Don’t leave your tent unattended at any time.